Bildungszeit „Wale und Menschen“ vom 20. bis 24. April 2020

Menschen an der Weser haben seit Jahrhunderten eine Beziehung zu Walen. „Grolanner“ wurden die Seeleute aus Bremen Nord genannt, die im 19. Jahrhundert auf Grönlandfahrt Wale jagten. Im Pazifik stellten später Schiffe unter Bremer Flagge Pottwalen nach – eines fand gar Erwähnung in Hermann Melvilles Meisterwerk „Moby Dick“.

Wie lebte es sich auf einem Walfangschiff? Wie sah die Verpflegung aus? Was taten die Matrosen während der langen Wartezeit bis zur nächsten Walsichtung? Fragen, die ich als Referent während der fünftägigen Bildungszeit „Wale und Menschen an der Weser. Eine Beziehung im Wandel der Zeit“ beantworten werde.

Unterrichtsraum ist das Traditionsschiff „Verandering“ von 1898 – natürlich auf der Weser. Ab/ an Bremerhaven werden wir selbst Ausschau nach Schweinswalen halten. Die kleine Zahnwalart schwimmt seit einigen Jahren wieder im Frühjahr Jade, Weser und Elbe hinauf, um Fisch zu jagen. Die Anwohner können sich aktiv an der Erforschung des einzigen dauerhaft in Deutschland heimischen Wals beteiligen. Ich verrate wie.

Noch sind Anmeldungen zur Bildungszeit zum Preis von 290,- Euro (ermäßigt 240,- Euro) möglich. Evangelisches BildungsWerk Bremen

Pommersche Seequatze "Ernestine" im Piekfall No. 130

Seit September 2019 bin ich selbst Eigner eines Gaffelseglers. Da war es selbstverständlich, nun aber wirklich endlich mal Mitglied in der Vereinigung Freunde des Gaffelriggs zu werden.

Einen ersten Beitrag im "Piekfall - Mitteilungsblatt für die Freunde des Gaffelriggs" durfte ich auch gleich beisteuern. In der Dezemberausgabe 2019 (No. 130 - Titelbild von Thees Fock) stelle ich die wunderschöne pommersche Seequatze "Ernestine" vor. Das Holzschiff von Tilmann Holsten und Nele Hybsier wurde 1899 gebaut und feierte somit gerade seinen 120. Geburtstag.

2020 wird die "Ernestine" ab Anfang Juli eine ausgedehnte Ostseerunde gegen den Uhrzeigersinn drehen, wofür Kojen gechartert werden können. Die Reise wird bis zur Insel Saaremaa im Norden des Rigaischen Meerbusens führen. Schon früher segelten Seequatzen bis zu dieser estländischen Insel, die auch Ösel genannt wird, und luden dort Gelbaal.

www.ernestine-segeln.de

"Seestücke" im Schiffahrtsmuseum Unterweser

Am dritten Advent biete ich meine maritimen Fotomotive als Leinwanddrucke, Drucke auf Holz oder Postkarten, meine Bücher und weiteres Maritimes im Schiffahrtsmuseum Unterweser an.

Im Museumsgarten und um das Museum im Haus Borgstede & Becker in Brake findet ab Donnerstag, 12. Dezember, wieder der "Schneeflöckchenmarkt" statt. Ich bin mit meinem Stand von Freitag bis Sonntag (13. bis 15. Dezember, 11 bis 21 Uhr, am Sonntag bis 18 Uhr) im Erdgeschoss des Museums zu finden.

Außerdem werden Kunsthandwerk, Weihnachtliches, Musik, ein Rumtasting von Timbercoast mit den Rumsorten, die auf dem Frachtsegler "Avontuur" transportiert wurden, und Weihnachtsdeko-Basteln für Kinder angeboten.

Dass der Besuch des Museums (aktuell mit der Sonderausstellung "Carl Rudolph Brommy – Admiral der Revolution?") sich natürlich jederzeit lohnt, sollte ohnehin klar sein.

www.schiffahrtsmuseum-unterweser.de/...

Das besondere Boot "Fram" - Yacht 02/2019

Colin Archer war schon zu Lebzeiten berühmt für seine extrem seetüchtigen Schiffe. Verständlich, dass Fridtjof Nansen ihn bat, das Schiff für seine geplante Driftfahrt über den Nordpol zu bauen.

Herausgekommen ist die "Fram", ein Schiff der Superlative. Fridtjof Nansen, Otto Sverdrup und Roald Amundsen erreichten damit während dreier bahnbrechender Expeditionen sowohl die nördlichste wie auch die südlichste zur damaligen Zeit je erreichte Position.

Nach Amundsens Sieg im Wettlauf zum Südpol war die "Fram" arg mitgenommen. Für Amundsens weitere Expeditionen wurde deshalb die "Maud" gebaut. Glücklicherweise setzte sich aber nach einigen Jahren die Meinung durch, dass die "Fram" für die Nachwelt erhalten bleiben muss. Und so kam das "beste Schiff der Welt" (Zitat von Kapitän Thorvald Nilsen nach dem Abwettern eines Sturms am Kap Hoorn) in ein eigenes Museum.

Ich habe das Frammuseum bisher bei jedem meiner knapp zehn Oslo-Aufenthalte besucht und bin immer wieder fasziniert davon. Selten habe ich mich deshalb so über einen Auftrag gefreut, wie den, die "Fram" in der "Yacht" vorstellen zu dürfen.

 

Georg Schimmelpfennigs "La Longue Route"

Der Düsseldorfer Georg Schimmelpfennig startete am 22. August 2018 in Bremerhaven mit seiner "Hekla" vom Typ Cumulant 38 zur Nonstop-Einhand-Weltumsegelung "La Longue Route".

Ich traf Georg vorher an einem sonnigen Tag in Bremerhaven zum gemeinsamen Segelschlag und fotografierte auch seinen Start. Neben einem Porträt seiner "Hekla" in der "Yacht" (14/2018) erschienen fortan noch einige weitere meiner Bilder: zum Interview in "Yacht" (19/2018) oder für die regelmäßigen Online-Meldungen über sein Vorankommen auf www.yacht.de. Auch das "Transocean Magazin" des Vereins zur Förderung des Hochseesegelns nutzte meine Bilder für seine Titelgeschichte.

Nach einem kurzen Reparaturstopp ging es am 2. September 2018 für Georg Schimmelpfennig in Zeebrügge endgültig los. Am 30. November 2018 brach er seinen "Longue Route"-Versuch aufgrund verschiedener Probleme in Kapstadt ab. Ich sprach kurz vor dem Anlegen via Satellitentelefon mit ihm. Das Interview erschien in der "Yacht"-Ausgabe 01/2019.

25 Jahre in Fahrt: Brigg "Roald Amundsen"

1993 lief der umgebaute Tanklogger "Vilm" als stolze Brigg "Roald Amundsen" vom Stapel. 25 Jahre später liegen knapp 400.000 Seemeilen und 16 Atlantiküberquerungen im Kielwasser des Sailtraining-Ships.

2018 wurde die 50 Meter lange Brigg also gebührend gefeiert. Bei der Windjammerparade der Kieler Woche war sie im Juni Führungsschiff. Am 6. Oktober fand dann die große Jubiläumsparty mit Open Ship am Tissenkai in Kiel statt.

Ich habe für die Jubiläumsschrift des Vereins Leben Lernen auf Segelschiffen den Artikel "Familientreffen. Die ROALD als Teil der deutschen und internationalen Traditionssegler-Flotte" geschrieben (Fotos von Ralph Lorenz, Titelbild von Andreas Beyer). Im Magazin "Deutsche Schiffahrt" (2.2018) des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven stelle ich die "Roald Amundsen" und ihre abwechslungsreichen "25 Jahre in Fahrt" vor. 

Mein letzter Törn auf der "Roald" war im Juni 2018. Ich muss dringend mal wieder in den Törnplan schauen: www.sailtraining.de

Kielwasser-Interview mit Ben Rating - Yacht 19/2018

Das Klassenzimmer im Schulgebäude für sechs Monate gegen den 3-Mast-Toppsegelschoner "Thor Heyerdahl" tauschen. Das macht der 15-jährige Ben Rating aus Bremen im "Klassenzimmer unter Segeln".

Ich sprach mit ihm vor seiner Abfahrt Mitte Oktober und war begeistert, wie er für die zwei Atlantiküberquerungen, das Übernehmen von Verantwortung in der Schiffsführung, ferne Länder und fremde Kulturen brannte.

Ich freue mich außerordentlich, dass seine Eltern ihm die Verwirklichung seines Traums ermöglichen. Irgendwie trifft mich nämlich bei dieser Idee vielleicht sogar eine kleine "Mitschuld". Ich habe die komplette Familie vor sechs Jahren zu einem gemeinsamen Familien-Wochenendtörn auf dem niederländischen Plattbodenschiff "Onverwacht" animiert. Bens Einstieg in die Segelei. ;-)

Ich bin sehr gespannt, was Ben im April 2019 nach seiner Rückkehr von einer hoffentlich grandiosen Zeit zu erzählen hat.

ak Yacht1819

Paddeltour um die Insel Poel - Kanusport 06/2018

Die Umrundung der Ostseeinsel Poel ist eine wunderbare Paddeltour. Nach einer unvollendeten Umrundung mit Seekajaks klappte ein späterer Versuch in Faltbooten gemeinsam mit Bernd problemlos bei bestem Maiwetter.

Zwischen Salzhaff und weißen Ostseestränden sorgen auch die netten Orte Kirchdorf, Timmendorf und Rerik am nördlichen Ende des Salzhaffs und Leuchttürme für Abwechslung. Interessante Segelschiffe begegnem einen auch gerne mal.

Mein Artikel über die Poel-Umrundung ist auf fünf Seiten in "Kanusport", der Zeitschrift des Deutschen Kanu Verbandes (DKV), erschienen.

Das Titelbild ist auch von mir und zeigt Ralf und Manni bei Fährdorf an der Ostseite der Insel.

 

Wie das BSH Seekarten erstellt - Yacht 12/2018

Wassersportler verlassen sich auf Seekarten. Aber wie entstehen diese überhaupt? Wie verlässlich sind etwa die Tiefenangaben darin?

Ich war auf dem Vermessungsschiff "Capella" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bei einer Vermessungsfahrt vorm Fährhafen Mukran auf der Insel Rügen dabei. Auch die Datenerhebung mit dem Tochterboot "Aldebaran" durfte ich mir hautnah anschauen.

Die dabei gewonnene immense Datenflut wird in der BSH-Außenstelle Rostock weiterverarbeitet. Beeindruckend, was inzwischen alles auf (elektronischen) Seekarten möglich ist. Seit der Gründung der Norddeutschen Seewarte vor 150 Jahren hat sich wirklich viel weiterentwickelt.

Nach der Lektüre meines neunseitigen Artikels in der "Yacht" werden hoffentlich viele Wassersportler ihre Seekarte noch höher wertschätzen.

Das besondere Boot Zeesboot "Fortuna" - Yacht 11/2018

Einst fischten auf den Haff- und Boddengewässern hunderte Zeesboote. Privat werden heute noch rund 110 davon genutzt.

"Fortuna" ist das größte noch segelnde Zeesboot und ein ganz besonderes dazu. Es ist der letzte erhaltene Rumpf eines noch ohne Motor gebauten Flunderbootes.

Ich segelte mit Eigner Uwe Grünberg während der Großen Bodstedter Zeesboot-Regatta, inmitten von 44 dieser schnellen ehemaligen Fischerboote aus Holz.

Anders als bei vielen anderen Zeesbooten wurde auf "Fortuna" auf einen Aufbau verzichtet, der das Erscheinungsbild deutlich verändert. Mit ihr - deren Innenballast aus zerschnittenen Grabsteinen besteht - könnte heute noch gefischt werden.

Wer sich für die Zeesboote interessiert, findet reichhaltige Informationen auf Uwe Grünbergs Homepage www.braune-segel.de