Leuchtturm Roter Sand - Yacht 11/2021

Er ist der wohl bekannteste und für viele Liebhaber auch der schönste Leuchtturm an der deutschen Küste: Roter Sand in der Außenweser. Das Feuer der 1885 gebauten, ersten Offshore-Konstruktion der Welt wurde bereits 1986 abgeschaltet. Doch auch als reines Tagessichtzeichen hat der Turm noch eine große Fangemeinde.

Wind, Wellen und Salz setzen dem Offshore-Turm jedoch schwer zu. 1987 und in den Jahren 2011/12 waren deshalb umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich. Und nun besteht wieder akuter Handlungsbedarf. Auf rund 12,5 Millionen Euro schätzen Experten die Kosten für den nötigen Sanierungsaufwand am Denkmal.

Die "Yacht" berichtet über die möglichen Sanierungsansätze, um den Leuchtturm nicht dauerhaft an die See zu verlieren. Bebildert ist der Artikel mit einer meiner Aufnahmen des wunderschönen Leuchtturms, der rund 30 Seemeilen nördlich von Bremerhaven steht.

Ein guter Anlass, noch ein paar weitere meiner Aufnahmen zu zeigen, die bei zahlreichen Passagen des Turms entstanden sind.

 

Kielwasser-Interview mit ReBoat-Chefs - Yacht 09/2021

Die allermeisten Yachten werden seit vier Jahrzehnten aus GfK (glasfaserverstärktem Kunststoff) hergestellt. Das pflegeleichte Material hält lange, dennoch gibt es zehntausende Yachten und Sportboote, die irgendwo vor sich hingammeln, weil sie niemand mehr nutzt.

Was tun mit solchem Sondermüll? Während die Entsorgung von Booten in anderen europäischen Ländern bereits verbindlich geregelt ist, werden Eigner in Deutschland bisher mit der Frage alleine gelassen.

Um das zu ändern, gründeten Jens Mahnke und Mark Walberg im Herbst 2020 in Hamburg das Unternehmen ReBoat. In Bremerhaven und Bremen lassen die beiden Geschäftsführer ausgemusterte Boote fachmännisch entsorgen. Alle Bestandteile kehren in den Materialkreislauf zurück. Ich interviewte Mahnke und Walberg per Videokonferenz für die "Yacht"-Rubrik "Kielwasser".

Ich bin schon sehr gespannt darauf, mir einen kompletten Zerlegungsprozess anzuschauen. Das ist sicher ein wenig schaurig.

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"Firecrest II" im Piekfall No. 134

In der Aprilausgabe 2021 (No. 134 - Titelbild von its-foto) von "Piekfall - Mitteilungsblatt für die Freunde des Gaffelriggs" stelle ich den kleinen Kutter "Firecrest II" auf fünf Seiten vor.

Der Seemann, Flieger, Schriftsteller, Filmautor und multimediale Künstler Clemens Richter hat seinen Holzkutter von 1999 bis 2006 selbst gebaut. Es ist sein zweiter Eigenbau. Mit der ersten "Firecrest" ist er unter anderem eine große Nordatlantikrunde gesegelt.

Richter, der ein ausgeprägtes Faible für die Vergangenheit hat, hat jede Menge tolle Detaillösungen auf seiner lediglich 6,50 Meter langen, aber vollständig ausgerüsteten und unheimlich gemütlichen Yacht untergebracht.

Seinen "Ruhepol" nennt Richter die "Firecrest II". Hier erlebt man puristisches Segeln wie in einer anderen Zeit.

Ich erinnere mich noch sehr gerne an den - schon einige Zeit zurückliegenden - gemeinsamen Tag auf der Eckernförder Bucht.

Aus Havarien lernen 2 - Yacht 06/2021

Die Nordsee ist mit ihren Gezeitenströmen ein anspruchsvolles Revier. Das falsche Einschätzen des Stroms sorgt deshalb auch immer mal wieder für Strandungen oder Kollisionen.

Im zweiten Teil von "Aus Havarien lernen" widme ich mich deshalb in der "Yacht" dem Fahren im Strom. Wie war das doch gleich mit den Stromdreiecken, die uns helfen können, trotz Stromversatz unser Ziel auf direktem Weg zu erreichen?

Was ist bei der Passage eines Seegatts zu beachten? Diese tiefen Rinnen zwischen den Inseln haben völlig zu Recht den Ruf, die anspruchsvollsten Stellen im Revier zu sein. Wer eine wattenmeertaugliche Yacht hat, kann bei starkem Wind den sichereren Weg durch die Wattfahrwasser wählen. Die dafür erforderliche Routenplanung stelle ich ebenso vor wie Fortbildungsmöglichkeiten.

Bebildert ist auch der zweite Teil der Havarie-Geschichte mit Archivaufnahmen der DGzRS und des Kollegen Klaus Andrews.

 

Zeesboote - Spiegel der Zeilvaart 02/2021

Die Niederlande sind für mich seit langem fast so etwas wie eine zweite Heimat. Durch Freundschaften meiner Eltern habe ich schon als kleines Kind diverse Urlaube in Amsterdam und an der Nordseeküste verbracht. Dann war die Provinz Zeeland im Süden mehrere Jahre lang meine seglerisches Heimatrevier, in dem ich bis heute sehr gerne (aber leider inzwischen viel zu selten) unterwegs bin.

Als Crewmitglied eines 1898 in den Niederlanden gebauten Klippers und Eigner einer kleinen niederländischen Gaffelslup gibt es für mich weitere enge Bindungen an das sympathische Nachbarland. Da ist es naheliegend, dass ich auch für so ein ansprechendes Magazin wie "Spiegel der Zeilvaart" arbeiten möchte.

Meine Geschichte über Zeesboote am Beispiel der FZ 110 "Fortuna" ist nun in der Märzausgabe erschienen. Der Beginn einer hoffentlich langen Zusammenarbeit. Als Sahnehäubchen gehörte zu dieser Premiere auch gleich noch eines meiner Fotos auf dem Titel. Es zeigt die FZ 69 "Klara" bei der Großen Bodstedter Zeesbootregatta. Herzlichen Dank an den Chefredakteur Arthur van t´Hof!

 

Aus Havarien lernen - Yacht 05/2021

Orientierungslosigkeit wird von der Deutschen Gesellschaft der Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) immer wieder als eine der häufigsten Ursachen für Seenotfälle genannt.

Was ist da los? Nun, in Zeiten von Plotter & Co. bringt ein Stromausfall an Bord manchen in Bedrängnis. Obwohl vorgeschrieben, fehlen auf einigen Yachten längst die Papierseekarten. Und das einfache Handwerkszeug der klassischen Navigation in der Papierseekarte ist - Jahre nach der Prüfung zu einem Befähigungsnachweis - bei vielen in Vergessenheit geraten.

Ich stelle deshalb in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Yacht" noch mal die Basics vor. Und widme mich außerdem den Ausweichregeln und der Abgrenzung zwischen KVR und SeeSchStrO. Fehlerhafte Interpretationen enden auch durchaus in Kollisionen.

Bebildert ist der Beitrag, der übrigens schon von einigen Lesern kommentiert wurde, mit Archivaufnahmen, die überwiegend von der DGzRS und anderen Rettungskräften stammen.

 

Das besondere Boot "Bonavista" - Yacht 04/2021

Wohl kaum ein Schiffstyp verkörpert die maritime Tradition Dänemarks derart wie der Marstal Schoner. Drei der Schoner, die in der Neufundlandfahrt unterwegs waren, werden noch gesegelt.

Einer davon ist "Bonavista", gebaut 1914. 2008 begann die aufwändige Sanierung des Schiffes, die sehr interessiert von der Öffentlichkeit (nicht nur der dänischen) begleitet wurde. 2020 segelte der wunderbar sanierte Holzschoner erstmals wieder.

Ich hatte das Vergnügen, im Herbst 2020 eine Etappe der Regatta Limfjorden Rundt auf "Bonavista" mitzusegeln. Dass der Regattalauf wegen zu viel Wind abgesagt wurde, schmälert das Segelvergnügen keineswegs. Ich ging beeindruckt von Bord und weiß nach meiner ersten Nacht in einer Hängematte auch, dass es sich darin deutlich bequemer schlafen lässt als erwartet. Am Ende gewannen Skipper Martin Andersen und seine Crew die Regatta in ihrer Klasse.

Zu lesen und zu sehen ist mein Schiffsporträt der "Bonavista" in der "Yacht"-Rubrik "Das besondere Boot" auf acht Seiten.

 

Eine Liebeserklärung ans Vorweihnachtssegeln

Sailing home for christmas ... Auch wenn ich dafür mehr als ein Mal für verrückt erklärt wurde. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als die letzten Tage vor Weihnachten segelnd zu verbringen. Nicht in der Karibik (da war ich noch nie), sondern im heimischen Revier.

In der kalten frischen Luft als einzige oder eine von sehr wenigen Yachten durch die Gegend kreuzen.

In den Häfen (in denen noch Stege im Wasser sind) eine große Auswahl an freien Liegeplätzen vorfinden.

Falls die Sanitärräume im Hafen noch offen sind, die heiße Dusche so richtig genießen.

Gemütliche Abende im Salon verbringen.

Danach in die Koje gekuschelt so viele Stunden am Stück schlafen, wie es in keiner Nacht einer "normalen" Arbeitswoche gelingt.

Fantastisch! (Weiterlesen in der Slidshow)

 

Das besondere Boot Norske Jagt "Norden" - Yacht 24/2020

1870 lief im norwegischen Skånevik eine der damals zahlreichen Norske Jagten vom Stapel. Die "Norden" ist bis heute in Fahrt und feiert somit ihren 150. Geburtstag.

Seit über 30 Jahren segelt die "Norden" unter deutscher Flagge. Kapitän Peter Fleck vermittelte an Bord seines Traditionsschiffs unter dem Motto "Heute Segeln wie gestern" zahlreichen Trainees die traditionelle Seemannschaft. Nach vielen ereignisreichen Törns sieht Fleck nun jedoch die Zeit gekommen, seine Norske Jagt in jüngere Hände abzugeben. Ich traf den 64-Jährigen an einem extrem verregneten Montag Anfang Oktober an Bord seines Holzschiffes. Das weiß nach wie vor mit seinen hübschen Linien zu begeistern. Obwohl an vielen Stellen deutlich erkennbar ist, dass dringend Sanierungsarbeiten anstehen.

In der Zeitschrift "Yacht" stelle ich dieses Besondere Boot auf sieben Seiten vor. Für die stark gebeutelte Flotte deutscher Traditionsschiffe ist sehr zu hoffen, dass diese 150-Jährige einen weiteren Liebhaber findet und noch lange in Fahrt gehalten wird.

 

Interview mit Dr. Frederic Theis - Yacht 24/2020

Die Ausstellung "Karten Wissen Meer" informiert im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven (DSM) über die Geschichte und Bedeutung der Seekarte. Corona-bedingt leider vorerst nur digital.

Ich habe die Wanderausstellung schon am ersten Ausstellungsort, dem Haus der Wissenschaft in Bremen, besucht. Und den Kurator Dr. Frederic Theis zum Interview getroffen. Er erzählte von der enormen Bedeutung der Seekarten für frühere Handelskapitäne. Sie ergänzten und berichtigten die nautischen Unterlagen fortwährend um ihre eigenen Beobachtungen. Nach ihrer Rückkehr stellten sie ihre Aufzeichnungen den Kartografen der Hydrografischen Institute zur Verfügung.

Theis weiß aus eigener Segelpraxis um die bis heute andauernde Wichtigkeit der Papierkarten, die im Schatten der Kartenplotter immer weniger Wertschätzung erhalten. Das Interview ist in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Yacht" nachzulesen. Das Aufmacherfoto von Frederic Theis stammt von seinem DSM-Kollegen Niels Hollmeier.