Georg Schimmelpfennigs "La Longue Route"

Der Düsseldorfer Georg Schimmelpfennig startete am 22. August 2018 in Bremerhaven mit seiner "Hekla" vom Typ Cumulant 38 zur Nonstop-Einhand-Weltumsegelung "La Longue Route".

Ich traf Georg vorher an einem sonnigen Tag in Bremerhaven zum gemeinsamen Segelschlag und fotografierte auch seinen Start. Neben einem Porträt seiner "Hekla" in der "Yacht" (14/2018) erschienen fortan noch einige weitere meiner Bilder: zum Interview in "Yacht" (19/2018) oder für die regelmäßigen Online-Meldungen über sein Vorankommen auf www.yacht.de. Auch das "Transocean Magazin" des Vereins zur Förderung des Hochseesegelns nutzte meine Bilder für seine Titelgeschichte.

Nach einem kurzen Reparaturstopp ging es am 2. September 2018 für Georg Schimmelpfennig in Zeebrügge endgültig los. Am 30. November 2018 brach er seinen "Longue Route"-Versuch aufgrund verschiedener Probleme in Kapstadt ab. Ich sprach kurz vor dem Anlegen via Satellitentelefon mit ihm. Das Interview erscheint in der "Yacht"-Ausgabe 01/2019.

25 Jahre in Fahrt: Brigg "Roald Amundsen"

1993 lief der umgebaute Tanklogger "Vilm" als stolze Brigg "Roald Amundsen" vom Stapel. 25 Jahre später liegen knapp 400.000 Seemeilen und 16 Atlantiküberquerungen im Kielwasser des Sailtraining-Ships.

2018 wurde die 50 Meter lange Brigg also gebührend gefeiert. Bei der Windjammerparade der Kieler Woche war sie im Juni Führungsschiff. Am 6. Oktober fand dann die große Jubiläumsparty mit Open Ship am Tissenkai in Kiel statt.

Ich habe für die Jubiläumsschrift des Vereins Leben Lernen auf Segelschiffen den Artikel "Familientreffen. Die ROALD als Teil der deutschen und internationalen Traditionssegler-Flotte" geschrieben (Fotos von Ralph Lorenz, Titelbild von Andreas Beyer). Im Magazin "Deutsche Schiffahrt" (2.2018) des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven stelle ich die "Roald Amundsen" und ihre abwechslungsreichen "25 Jahre in Fahrt" vor. 

Mein letzter Törn auf der "Roald" war im Juni 2018. Ich muss dringend mal wieder in den Törnplan schauen: www.sailtraining.de

Kielwasser-Interview mit Ben Rating - Yacht 19/2018

Das Klassenzimmer im Schulgebäude für sechs Monate gegen den 3-Mast-Toppsegelschoner "Thor Heyerdahl" tauschen. Das macht der 15-jährige Ben Rating aus Bremen im "Klassenzimmer unter Segeln".

Ich sprach mit ihm vor seiner Abfahrt Mitte Oktober und war begeistert, wie er für die zwei Atlantiküberquerungen, das Übernehmen von Verantwortung in der Schiffsführung, ferne Länder und fremde Kulturen brannte.

Ich freue mich außerordentlich, dass seine Eltern ihm die Verwirklichung seines Traums ermöglichen. Irgendwie trifft mich nämlich bei dieser Idee vielleicht sogar eine kleine "Mitschuld". Ich habe die komplette Familie vor sechs Jahren zu einem gemeinsamen Familien-Wochenendtörn auf dem niederländischen Plattbodenschiff "Onverwacht" animiert. Bens Einstieg in die Segelei. ;-)

Ich bin sehr gespannt, was Ben im April 2019 nach seiner Rückkehr von einer hoffentlich grandiosen Zeit zu erzählen hat.

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Paddeltour um die Insel Poel - Kanusport 06/2018

Die Umrundung der Ostseeinsel Poel ist eine wunderbare Paddeltour. Nach einer unvollendeten Umrundung mit Seekajaks klappte ein späterer Versuch in Faltbooten gemeinsam mit Bernd problemlos bei bestem Maiwetter.

Zwischen Salzhaff und weißen Ostseestränden sorgen auch die netten Orte Kirchdorf, Timmendorf und Rerik am nördlichen Ende des Salzhaffs und Leuchttürme für Abwechslung. Interessante Segelschiffe begegnem einen auch gerne mal.

Mein Artikel über die Poel-Umrundung ist auf fünf Seiten in "Kanusport", der Zeitschrift des Deutschen Kanu Verbandes (DKV), erschienen.

Das Titelbild ist auch von mir und zeigt Ralf und Manni bei Fährdorf an der Ostseite der Insel.

 

Wie das BSH Seekarten erstellt - Yacht 12/2018

Wassersportler verlassen sich auf Seekarten. Aber wie entstehen diese überhaupt? Wie verlässlich sind etwa die Tiefenangaben darin?

Ich war auf dem Vermessungsschiff "Capella" des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bei einer Vermessungsfahrt vorm Fährhafen Mukran auf der Insel Rügen dabei. Auch die Datenerhebung mit dem Tochterboot "Aldebaran" durfte ich mir hautnah anschauen.

Die dabei gewonnene immense Datenflut wird in der BSH-Außenstelle Rostock weiterverarbeitet. Beeindruckend, was inzwischen alles auf (elektronischen) Seekarten möglich ist. Seit der Gründung der Norddeutschen Seewarte vor 150 Jahren hat sich wirklich viel weiterentwickelt.

Nach der Lektüre meines neunseitigen Artikels in der "Yacht" werden hoffentlich viele Wassersportler ihre Seekarte noch höher wertschätzen.

Das besondere Boot Zeesboot "Fortuna" - Yacht 11/2018

Einst fischten auf den Haff- und Boddengewässern hunderte Zeesboote. Privat werden heute noch rund 110 davon genutzt.

"Fortuna" ist das größte noch segelnde Zeesboot und ein ganz besonderes dazu. Es ist der letzte erhaltene Rumpf eines noch ohne Motor gebauten Flunderbootes.

Ich segelte mit Eigner Uwe Grünberg während der Großen Bodstedter Zeesboot-Regatta, inmitten von 44 dieser schnellen ehemaligen Fischerboote aus Holz.

Anders als bei vielen anderen Zeesbooten wurde auf "Fortuna" auf einen Aufbau verzichtet, der das Erscheinungsbild deutlich verändert. Mit ihr - deren Innenballast aus zerschnittenen Grabsteinen besteht - könnte heute noch gefischt werden.

Wer sich für die Zeesboote interessiert, findet reichhaltige Informationen auf Uwe Grünbergs Homepage www.braune-segel.de

Das besondere Boot "Firecrest II" - Yacht 10/2018

Clemens Richter ist Seemann, Flieger, Schriftsteller, Filmautor und multimedialer Künstler mit einem Faible für die Vergangenheit.

Sieben Jahre lang baute er seinen Kutter "Firecrest II" selbst. Es ist sein zweiter Eigenbau. Mit der ersten "Firecrest" ist er unter anderem eine große Nordatlantikrunde gesegelt.

Ich traf Richter auf seinem "Ruhepol" vor Eckernförde und war begeistert, wie viele tolle Detaillösungen er auf seiner lediglich 6,50 Meter langen, aber vollständig ausgerüsteten und unheimlich gemütlichen Yacht untergebracht hat.

Mit dem Beiboot zum Bojenliegeplatz rudern, binnen weniger Minuten losegeln und (meist alleine) das Unterwegssein genießen. Die Ruhe am Ankerplatz gerne mal zum Schreiben nutzen.

Das ist puristisches Segeln wie in einer anderen Zeit. Der Tag auf der Eckernförder Bucht hat tiefen Eindruck bei mir hinterlassen.

Deutsche Schiffahrt: Das Hardanger fartøyvernsenter

Im Magazin "Deutsche Schiffahrt" (1.2018) des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven stelle ich das Hardanger fartøyvernsenter im norwegischen Norheimsund vor.

1984 entstand die Idee, die rotte, 100 Jahre alte Hardangerjakt "Mathilde" zu restaurieren. Aus diesem Rettungsprojekt entwickelte sich das "Hardanger Maritime Museum". Hier sollen Besucher "das Holz fühlen, den Teer riechen und wunderschöne Boote im Museumshaven anschauen". Dass vieles selbst ausprobiert werden darf, ist hier selbstverständlich.

Die Holzbootsbauer aus Norheimsund sind auch regelmäßig im Frammuseum in Oslo tätig. Die Restaurierung von Roald Amundsens Hardangerjakt "Gjøa" wurde von ihnen durchgeführt. Und das Rigg von Fridtjof Nansens "Fram" von der Taklern des fartøyvernsenters überarbeitet.

In der Museumsschmiede, Seilerei oder Kleinbootwerft finden regelmäßig interessante Seminare statt: www.fartoyvern.no

Das besondere Boot "Gjøa" - Yacht 08/2018

Der erste geniale Streich des norwegischen Seemanns und Polarforschers Roald Amundsen war die komplette Befahrung der Nordwestpassage. Ab 1903 gelang ihm und seinen sechs Begleitern, was vorher über Jahrhunderte stets gescheitert war.

Maßgeblichen Erfolg daran hatte seine relativ kleine und damit wendige Hardangerjakt "Gjøa", 1873 von "Jøra-Knut" in Rosendal gebaut. Ich stelle in der Rubrik "Das besondere Boot" die bewegte Geschichte der Holzjakt vor, die inzwischen in einem eigenen Gebäude des Frammuseums besichtigt werden kann.

Dafür wurde sie von Januar bis September 2017 aufwendig renoviert. Ich habe mir die Arbeiten am Schiff im Juli und das fertige Ergebnis im November 2017 in Oslo angeschaut. Die Bootsbauer des Hardanger fartøyvernsenters in Norheimsund haben wirklich fantastische Arbeit geleistet! Der Besuch des Frammuseums lohnt sich jetzt noch mehr als ohnehin schon.

Revierreport Ostfriesische Inseln - Yacht 04/2018

Mit dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer vor der Haustür sind deutsche Segler mit einem Revier der Extraklasse gesegnet.

Im Familienurlaub 2017 haben wir uns die ostfriesischen Inseln mit dem von Freunden geliehenen Kimmkieler "Twee Been" genauer angeschaut. In der aktuellen Ausgabe der "Yacht" stelle ich die sieben Inseln vor. Jede für sich hat ihren ganz besonderen Reiz.

Nicht nur, weil wir Borkum diesmal ausgelassen haben, freue ich mich schon sehr auf baldige weitere Törns zu den Inseln.

Da trifft es sich gut, dass ich ab 27. April 2018 meine Begeisterung fürs Wattenmeer abermals auf dem Plattbodenschiff "Verandering" weitergeben darf. Und zwar an Segler, die die Besonderheiten der Navigation im Gezeitenrevier lernen möchten. Für den Gezeitennavigationstörn der Bremer Sportboot- und Segelschule Bootsausbildung.com gibt es übrigens noch freie Kojen.

Möge die Bildergalerie Lust auf´s faszinierende Wattenmeer machen.