Zukunft der Traditionsschifffahrt - Yacht online + Yacht

Die geplante neue Schiffssicherheitsverordnung (SchSV) für deutsche Traditionsschiffe sorgte von Anfang November bis in den Januar hinein abermals für hitzige Diskussionen.

Der geschäftsführende Bundes-Verkehrsminister Christian Schmidt (CSU) wollte den seit Monaten heftig kritisierten SchSV-Entwurf ohne die zugesagten Gespräche mit Traditionsschiffs-Vertretern in Kraft setzen. Erneuter, heftiger Protest brachte ihn von diesem Vorhaben wieder ab. Schließlich kam es doch noch zu Gesprächen, bei denen die Bedenken der Traditionsschiffsvertreter, die ein Ende der meisten Schiffe befürchteten, gehört wurden.

Anfang 2018 lag der in über 100 Punkten geänderte Entwurf vor, der trotz hoher Sicherheitsstandards die Traditionsschiffsbetreiber nicht vor unlösbare Aufgaben stellt. Die Verordnung soll nun in dieser Form bis spätestens 1. Juni 2018 in Kraft treten.

Ich habe fortlaufend für die Zeitschrift "Yacht" über die Entwicklungen in der Debatte berichtet. In vier Beiträgen auf www.yacht.de sowie in zwei Artikeln in den Printausgaben 01/2018 und 03/2018.

Schiffsstempel auf Yachten - Yacht Classic 01/2018

Einst dufte lediglich der Kapitän eines Schiffes den Schiffsstempel nutzen, um Dokumente, wie etwa die Seefahrtsbücher der Matrosen, zu siegeln. Damals war die Gestaltung der Stempel noch sehr schlicht und erst ganz allmählich kam es in Mode, die Seitenansicht des Schiffes oder Stilelemente zu zeigen. Ein Stempel zu einer erfolgreichen Kap-Hoorn-Rundung wird beispielsweise gerne von einem Albatros geziert.

Auf den heute noch fahrenden Windjammern sind Bordstempel eine Selbstverständlichkeit. Hunderte "Sehleute" sammeln die maritimen Andenken anlässlich der großen Hafenfeste. Doch auch auf klassischen Yachten gehört der Schiffsstempel zunehmend zum insgesamt stimmigen Erscheinungsbild.

Und so wird meine Geschichte über die Entwicklung der Schiffsstempel denn auch mit den Stempelmotiven diverser Yachten illustriert.

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Kielwasser-Interview mit Dr. Dominique Görlitz - Yacht 23/2017

Auf den Spuren des norwegischen Abenteurers Thor Heyerdahl segelt der Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz auf Schilfbooten.

Bei dem Versuch, den Atlantik von New York nach Europa zu überqueren, sank 2007 seine "Abora III". Dennoch nutzte Görlitz die Erfahrungen aus 56 Tagen auf dem Atlantik für zahlreiche Verbesserungen am nächsten Schilfboot. Die "Dilmun IV" und deren Nachfolgerin "Dilmun S" dienten fortan als Trainingsboote.

2019 möchte der Chemnitzer nun erneut in See stechen. Mit der "Abora IV", die 2018 von Aymara-Indianern am Titicaca-See in Bolivien gebaut werden soll, wollen Görlitz und elf Crewmitglieder von Sotschi am Schwarzen Meer bis ins Mittelmeer segeln.

Ich sprach mit Görlitz über frühe Globalisierung auf dem Seeweg, gruppendynamische Experimente an Bord und die Frage, ob man für ein Schilfboot wohl eine Genehmigung dafür bekommt, den Bosporus zu durchsegeln.

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150 Jahre Nordische Jagt "Grönland"

1867 entstand im norwegischen Åkra am gleichnamigen Fjord eine starke nordische Jagt. Der deutsche Kapitän Carl Koldewey kaufte das Schiff 1868 in Bergen, taufte es auf den Namen "Grönland" und unternahm damit die Erste Deutsche Nordpolar-Expedition.

Nach 100 Jahren in Norwegen gehört die "Grönland" seit 1973 dem Deutschen Schiffahrtsmuseum (DSM) in Bremerhaven. Die ehrenamtliche Crew, die das Schiff instand hält, feierte hier in diesem Jahr den 150. Geburtstag der Nordischen Jagt.

Einige meiner Bilder der "Grönland" erschienen im Zusammenhang mit dem Geburtstag: auf der Homepage der Stadt Bremerhaven, zu deren zweitem SeeStadtFest gefeiert wurde, und in der DSM-Broschüre "150 Jahre Nordische Jagt Grönland".

In der Zeitschrift "Yacht" zeigte ich die beiden Nordischen Jagten "Grönland" und "Norden" bei der gemeinsamen Geburtstags-Ausfahrt. Über die Feierlichkeiten in Bremerhaven berichtete ich auch im Magazin "Deutsche Schiffahrt" des Fördervereins Deutsches Schiffahrtsmuseum auf sieben Seiten.

Interview Georg Schimmelpfennig - Yacht 13 / 2017

Mit seinem Buch "La longue route" wurde der französische Segler Bernard Moitessier zur Legende. Er brach 1968 die erste Nonstop-Einhand-Weltumsegelungsregatta ab, als er nach der Rundung des Kap Hoorns schon den Großteil der Strecke hinter sich hatte und um den Sieg mitsegelte. Moitessier "rettete seine Seele" und segelte statt nach England weiter nach Tahiti.

Einfach so, weil er das Auf-See-Sein genoss. Zum 50. Jubiläum des ersten Golden Globe Race wird dieses Rennen 2018 wiederholt. Es gibt aber auch eine kleine Schar von Segler, die lieber im Geiste Moitessiers ihre ganz eigene "Longue Route" segeln.

Ich sprach mit dem Düsseldorfer Georg Schimmelpfennig darüber, was ihn bewegt, mit seiner Aluminium-Yacht "Hekla" alleine und nonstop die Welt umsegeln zu wollen. Unser nettes Gespräch an Bord seiner Cumulant 38 im niederländischen Lelystad ist als Interview mit einigen Fotos von Georg und seiner "Hekla" in der "Yacht" erschienen.

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Das besondere Boot "BV2 Vegesack" - Yacht 11/2017

1895 wurden an der Weser vier Segellogger aus Eisen für den Heringsfang gebaut. Unter ihnen die „BV2 VEGESACK“, die bis heute in Fahrt ist und den maritimsten Stadtteil Bremens repräsentiert.

Der Heringsfang auf dem Segellogger war eine extrem anstrengende Arbeit. Da haben es ehrenamtliche Crew und Trainees auf dem gemütlichen, gut ausgestatteten Traditionsschiff heutzutage deutlich angenehmer. Seit der Logger im Besitz des Vereins Maritime Tradition Vegesack Nautilus ist, hat das 150-Tonnen-Schiff mit seinen 360 Quadratmetern Segelfläche schon viele lohnende Ziele in Nord- und Ostsee angesteuert, u.a. in Schweden, Norwegen, den Shetlands und der Bretagne.

Ich konnte mich 2016 bei einem Törn von Kiel durch den NOK nach Helgoland und von dort in den Heimathafen Vegesack von den guten Segeleigenschaften des Schiffes überzeugen. Und stelle die "BV2 Vegesack" nun auf sechs Seiten in der aktuellen "Yacht" vor.

Steinhuder Meer: Quo vadis Wassersport? - Yacht 10/2017

Das Steinhuder Meer ist zum Ende der letzten Eiszeit entstanden. Seither verlandet der größte See Niedersachsens zusehens. Jährlich bilden sich rund 40.000 Kubikmeter Schlamm, die Seglern das Vorankommen in dem ohnehin sehr flachen See erschweren.

Ich informiere über die aktuellen Entschlammungsmaßnahmen ebenso wie über die Ausweisung neuer Naturschutzgebiete, die Teile des Sees beinhalten, oder den Naturparkranger, der mit ungewöhnlichen Maßnahmen auf Verstöße hinweist.

Trotz hitziger Diskussionen und laufender Klagen sind sich all meine Gesprächspartner in einem Punkt einig: Es wird auch künftig auf dem See gesegelt werden!

Das Aufmacherfoto stammt aus dem Archiv von Heinrich Hecht. Der Fotograf aus Hannover segelt selbst eine der gezeigten hölzernen Weserjollen auf dem Steinhuder Meer.

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Seminartörn-Flyer bootsausbildung.com

Die Bremer Sportboot- und Segelschule bootsausbildung.com bietet Seminartörns auf dem Klipper "Verandering" an.

Das 1895 gebaute Plattbodenschiff wird jedes Jahr zum Klassenzimmer für Wetterkunde und die Besonderheiten der Navigation im Wattenmeer.

Ich bin beide Törns mehrfach mitgesegelt und habe nun den neuen Seminartörn-Flyer mit 20 meiner Fotos bebildert.

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Gründungsmitglied Schweinswale e.V.

Der gemeine Schweinswal (Phocoena phocoena) ist die einzige Walart, die dauerhaft an den deutschen Küsten vorkommt und hier sogar ihren Nachwuchs zur Welt bringt. Ich beschäftige mich seit einigen Jahren mit dieser kleinen Zahnartwal und habe (u.a. für die Umweltschutzorganisation Greenpeace) Vorträge über sie gehalten.

Seit 2007 schwimmen Schweinswale jeweils im Frühjahr auch wieder in die Mündungen der Jade, Weser und Elbe. Sie folgen dem Stint und der Finte die Flüsse hinauf bis in die Städte Wilhelmshaven, Bremen und Hamburg. Die Verhaltensbiologin Denise Wenger erforscht die Wale und deren Wanderungen in den Flüssen.

Ich habe mehrfach über Denise Wengers Arbeit berichtet und diese in den vergangenen Jahren auch ein wenig unterstützt. So war ich am Ausbringen von Klickdetektoren beteiligt und habe 2016 mehrere gestrandete Schweinswale geborgen. Am Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum wurden die Todesursachen der Tiere untersucht.

Nun hat Denise Wenger den Verein Schweinswale (Pro Phocoena – Porpoise Conservation Agency) gegründet. Ich freue mich, zu den Gründungsmitgliedern zu gehören. Leider scheint 2017 wieder ein Jahr zu sein, in dem kaum Schweinswale in die Flussmündungen kommen.

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Kielwasser-Interview mit André Stuckenbrok - Yacht 03/2017

Im Januar 2014 ist die Hansekogge "Roland von Bremen" an ihrem Liegeplatz an der Schlachte gesunken. Schnell war klar, dass der Eigner, die Reederei Hal Över, das Schiff aufgeben wird.

Für einen symbolischen Euro übernahm die Beschäftigungsinitiative "bras - Arbeiten für Bremen" die Kogge, um sie instand zu setzen. Was deutlich mehr Arbeit wurde, als zunächst angenommen.

André Stuckenbrok leitet seit Mai 2015 die Sanierungsarbeiten an dem Schiff. Ich habe mich mit ihm über die beim Bau gemachten Fehler, das von diversen Pilzarten befallene Holz und das unvermeindliche "Leichenhemd" für den Rumpf gesprochen.

Ich drücke die Daumen, dass die Kogge "Roland von Bremen" tatsächlich im September 2017 am Schiffskorso der Maritimen Woche teilnehmen kann. Und danach als Museumsschiff an der Schlachte zum Einsatz kommt. In einem Zustand, der näher am Original aus der Hansezeit sein soll als je zuvor.

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